Dein eigenes Maislabyrinth
Du hast eine geeignet große Fläche oder bist sogar selbst Landwirt? Na, dann kann es ja direkt losgehen. Faustregel dazu: ein Hektar Fläche ergibt ca. 1 Kilometer Irrwege. 1 Kilometer Irrwege ergeben ca. 15 Minuten Irrlauf der Besucher.
Vorbereitung
1. Solltest du kein Landwirt sein, dann benötigst du einen Landwirt, der für dich den Mais anbaut. Im besten Fall ist dieser Viehbauer oder macht in Biogas und würde somit den restlichen Mais nach der Labyrinthsaison nutzen können.
2. Prüfe die Lage der Fläche. Wie stark ist Bevölkerungsdichte und wie gut die Verkehrsanbindung? Je besser die Lage ist, desto mehr Geld kann investiert werden.
3. Definiere den genauen Zweck des Maislabyrinths. Ist das Maislabyrinth die einzige Einnahmequelle, dann sollte das Angebot und der Unterhaltungsfaktor vielfältiger sein. Ist das Maislabyrinth als Bereicherung eines bestehenden Angebots wie Hofmarkt, Ferienhof, etc. gedacht, kann eine einfachere Umsetzung ausreichen.
4. Eintrittspreis, dieser ist in der Regel vom Angebot und Aufwand abhängig.
5. Informiere dich bei öffentlichen Institutionen über mögliche Auflagen und Einschränkungen, die an dieser Stelle die Durchführung einer gewerblichen Veranstaltung vielleicht nicht möglich machen. Folgende Institutionen können das sein: Naturschutzbehörde, Verkehrsbehörde, …
6. Denke schon jetzt an die Veranstalter-Haftpflichtversicherung, die bereit ist mögliche Gefahren deiner Attraktionen auch zu versichern.
7. Suche dir einen Maislabyrinthbetreiber oder Experten in Sachen Maislabyrinth und frage ihn ob er dir gegen Honorar beratend zur Seite stehen kann. Beim Aufbau und der Durchführung des Labyrinths wird er dir wahrscheinlich selbst nicht helfen können, da er ja sicherlich sein eigenes Labyrinth zu dieser Zeit betreibt. Aber er kann dir mit seiner Erfahrung beratend zur Seite stehen. Diese Erfahrung wird dir viel Zeit und Geld sparen.
8. Du bist hoch engagiert, hast ausreichend Zeit und viele Helfer, dann entwickel ein interessantes und konkurrenzfähiges Thema für dein Maislabyrinth und eine entsprechende Idee für das Design der Labyrinthwege. Besuche zur Inspiration die Homepages anderer Maislabyrinthe und prüfe deren Umsetzung und den Umfang ihres Angebots. Zeichne dein Design auf Millimeterpapier um es Maßstabsgerecht umsetzen zu können. Je mehr du selbst machst, desto mehr Geld wirst du sparen. Trotz aller Mühe, besteht aber die Gefahr, dass die Umsetzung des Labyrinths nicht so erfolgreich sein wird wie anfangs geplant.
- Du bist du zeitlich eingeschränkt und legst aber auf eine professionelle Umsetzung des Labyrinths großen Wert? Dann könntest du einen Labyrinthdesigner bitten deine Idee oder eines von seinen bisherigen Maislabyrinthen zu erschaffen. Ein Design erhält man sicherlich für 500,- Euro. Die Gestaltung und die Umsetzung eines Labyrinths aufs Feld geht wohl ab 5000,- Euro los.
9. Der Plan steht. Ende April bis Anfang Mai wird der Mais ausgebracht. Ist der Mais ausreichend hoch, kannst du beginnen das Maislabyrinth ins Feld ein zuarbeiten. Bei der Umsetzung des Planes auf den Maisacker scheiden sich die Geister. Viele Labyrinthbetreiber schwören auf teure GPS-Geräte, andere arbeiten mit Maßband oder orientieren sich an den Saatreihen und wieder andere machen es frei nach Gefühl. Die Option ein Labyrinth frei nach Gefühl zu schneiden, reicht meist nur für ein abendliches Geister-Labyrinth aus.
10. Auch beim Markieren der Wege und Beseitigen des Mais auf den Wegen gibt es unterschiedliche Philosophien. Einige markieren die Wege mit Kalk und Fräsen den Mais direkt unter oder streuen Holzhächsel über die Keimlinge und andere warten bis der Mais höher gewachsen ist und benutzen Motorsensen oder Aufsitzmäher, um die markierten Wege von den Pflanzen zu befreien.
Hier liegt die Wahl der Waffen frei bei dir. Auf geht’s und viel Erfolg.



